Die Lebenshilfe Altenburg e.V. wünscht einen schönen Advent 2017

Liebe Leserinnen und Leser !

Ist es denn wirklich schon wieder soweit?
Diese Frage hören wir gerade jetzt immer wieder oder stellen sie uns selbst. Wie schnell ist das Jahr vergangen und wir stehen vor der Adventszeit und den Weihnachtsfeiertagen.

Und auch in diesem Jahr stehen wir vor der Frage: Was schenken wir denn?
Wenn ich für jemanden ein Geschenk auswähle, möchte ich, dass er oder sie sich darüber wirklich freut und es gebrauchen kann, sich daran erfreut , es vielleicht in manchen Situationen Mut macht und weiterhilft. Die Spannung steigt bei der Übergabe und löst sich erst dann wieder, wenn mein Gegenüber das Geschenk auch auspackt und ich merke: „Ja, es war das Richtige!“ Dann wird aus der Spannung Freude auf beiden Seiten. Und dabei spielt es oft gar keine große Rolle, wie groß oder wie teuer ein Geschenk sein muss. Manchmal sind es gerade die kleinen Dinge, die uns erfreuen oder bei denen wir spüren, wie herzlich das Verschenken gemeint war.

Ich nehme aber auch ganz andere Dinge wahr, die mit „etwas geschenkt bekommen“ zu tun haben. Ist es nicht auch ein Geschenk, jeden Tag in Frieden den Tag beginnen zu können? Sich keine großen Gedanken machen zu müssen, wie meine Familie den Tag übersteht, ohne Angst, ohne Not, ohne Hunger? Für uns ist das alles zur Selbstverständlichkeit geworden. Ja, wir arbeiten dafür und achten sehr wohl darauf, dass es soziale Gerechtigkeit geben soll. Aber ist es nicht doch ein wenig mehr… Sind nicht auch Respekt und Achtung voreinander, Liebe und Verbundenheit Geschenke? Ich kann sie nirgends kaufen, aber ich kann sie weiter geben –immer wieder.

Die Adventszeit mit ihrer Vorfreude auf Weihnachten – ist das auch ein Geschenk?
Es tut gut, dass das Weihnachtsfest mit all seinem Trubel, den Geschenken und dem Festessen der ganzen Familie nicht plötzlich über uns hereinbricht. Diese Zeit des Wartens, des Vorgeschmacks auf das große Fest, ist ein Geschenk, damit wir nicht in der Hektik des Alltags untergehen. Es bleibt so ein eigener Zauber über diesen Wochen. Denn wenn alles sofort zur Verfügung steht, geht die erwartungsvolle Vorfreude verloren. Ich wünsche Ihnen allen eine besinnliche Zeit mit der Vorfreude auf das Schenken und der Gabe, Geschenktes an zu nehmen.

Ich wünsche Ihnen Zeit, den vorweihnachtlichen Alltag zu entdecken. Es sind die gleichen Häuser, die gleichen Menschen. Und doch ist so Vieles anders.

Herzlichst Ihr
Norbert Wendt
Hauptamtlicher Vorstand der Lebenshilfe Altenburg e.V.